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LÜPERTZ IM HAUS Der KUNST

Die soeben eröffnete Ausstellung des Maler Markus Lüpertz hat – nicht nur

in der Fachwelt und -presse, sondern auch unter HDK-Mitgliedern – zum Teil

erhebliche Kritik erfahren. Unter anderem deshalb, weil die Interims-

Geschäftsführung in den letzten 12 Monaten zwei in Kooperation mit

international hoch renommierten Institutionen (TATE Modern und MoMA)

konzipierte Ausstellungen abgesagt hat und nun mit Markus Lüpertz eine deutsche Position zeigt, die wenig zur programmatischen Ausrichtung des Hauses – Aufzeigen der global verlaufenden, vielschichtigen Entwicklungslinien der zeitgenössischen

Kunst, ohne Einschränkung geografischer, konzeptueller und kultureller

Grenzen – passt (unscharf zitiert aus einem Brief der Geschäftsleitung der Freunde des HDK).

Allerdings muss gesagt werden, das das Haus der Kunst sich zur Zeit in einer derartigen finanziellen Schräglage befindet, dass die hehren Programmziele der künstlerischen Leitung sich im Augenblick nicht im Entferntesten realisieren lassen. In dieser Situation und in diesem Engpass hat sich nun Markus Lüpertz bereit erklärt, quasi kostenneutral diese Ausstellung zu gestalten.


Ja, die geplante programmatische Richtung wurde verfehlt, aber es ist jetzt nicht fair, diese einmalige Ausstellung eines der renommiertesten zeitgenössischen Künstler - Markus Lüpertz - zu ignorieren oder gar mit Füssen zu treten.


Ja, ich habe das Gefühl, dass das HdK nicht Alles tut, um daraus eine erfolgreiche Ausstellung gedeihen zu lassen. Die interne Präsentation lieblos, die Begleitung durch die Kuratorin bemüht, aber nicht treffsicher und die Presse nicht vorhanden!


Ja, der Meister polarisiert und kann mit Kritik sicher umgehen. Aber hier passiert zu wenig und es wird zudem eine super Chance verpasst, die nie wieder kommen wird!